

Erstbeschreibung
Hoodia juttae Dinter, Neue Pfl. Südw.-Afr.: 34. 1914; später auch in Sukkulentenforschung 2: 91 (1928).
Beschreibung
Reich verzweigter Strauch bis etwa 30 × 50 cm, meist von der Basis verzweigend. Die blass graugrünen Stämmchen sind aufrecht und etwa 3–5 cm dick. Die Warzen sind zu 15–17 Rippen geordnet und enden jeweils in einem blass grüngrauen Dorn.
Die Blüten erscheinen in Gruppen von ein bis vier und öffnen sich sukzessiv im oberen Teil der Triebe. Die Corolla ist breit fünflappig, fleischfarben bis blass gelbbraun; die Corona ist dunkel schwarzpurpur.

Vorkommen
Die Art ist auf Hänge und innere Bereiche der Kleinen und Großen Karasberge im südlichen Namibia beschränkt.
Kultur
Hoodia juttae bevorzugt ein rein mineralisches, lockeres und sehr gut wasserdurchlässiges Substrat. Stauende Hitze und volle Sonne bei hohen Temperaturen können zum Eintrocknen und Verbrennen der Triebspitzen führen. Ebenso sollten Staunässe und hohe Luftfeuchtigkeit bei niedrigen Temperaturen vermieden werden.
Neubewurzelungen erfordern Geduld und erfolgen günstig in Quarzsand oder vergleichbar luftigen mineralischen Substraten bei vorsichtigen, konstanten Wassergaben. Eine Überwinterung um etwa 10 °C ist möglich. Die Vermehrung gelingt über Samen; auch Pfropfung wurde erfolgreich eingesetzt.
Bemerkungen
Die Art kann sich im Lauf der Jahre stark verzweigen und ist ein ausdauernder Blüher. Die Handbestäubung ist möglich; selbstständiger Fruchtansatz ist aus der Sammlung nicht bekannt.
Hinweis: Diese Seite ist ein redaktionell verdichteter Prototyp auf Grundlage der vorhandenen Asclepidarium-Artseite. Bei der späteren Migration kann der vollständige Originaltext mit Literaturangaben und allen Abbildungen übernommen werden.